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Rezension: Das erste Gesetz der Magie von Terry Goodkind

2. Juli 2021
Buch: Das erste Gesetz der Magie von Terry Goodkind

Facts:

„Das erste Gesetz der Magie“ ist der erste Teil einer elfbändigen High-Fantasy Saga. Erstmals wurde der Roman schon 1994 veröffentlicht. Aber Blanvalet verlegt dieses Jahr die ganze Reihe neu und verschafft ihr ein zauberhaftes neues Gewand. Der englische Originaltitel lautet: Wizard’s First Rule

Außerdem basiert die Fernsehserie Legend of the Seeker auf dieser Reihe, die 2008 verfilmt wurde. Ich habe die Serie nicht gesehen und habe es auch nicht vor, allerdings habe ich schon viel Gutes darüber gehört. Falls ihr also Schnappatmung bekommen habt, als ihr 11-Bände?!! gelesen habt, wäre das vielleicht eine Alternative für euch. Falls ihr jedoch freudig aufgesprungen habt, weil ihr lange Buchreihen genauso sehr liebt wie ich, habe ich gute Neuigkeiten für euch! Passend zur „Schwert der Wahrheit“-Reihe gibt es noch eine Vorgeschichte,  die 5-teilige Richard-Kahlan Serie, die 4-teilige Nicci Chroniken und die 5-teilige Kinder von D´Hara Reihe sowie noch Einzelbände, die aber nur lose mit dem Universum zusammenhängen.

Inhalt

Als der Waldläufer Richard Cypher eine junge Frau vor ihren unheimlichen Verfolgern rettet, ahnt er noch nicht, dass sich sein beschauliches Leben tief greifend verändern wird. Die schöne Kahlan stammt aus den Midlands, einem sagenhaften Reich, das durch eine magische Barriere von Westland getrennt ist. Und sie hat den Auftrag, den tyrannischen Zauberer Darken Rahl aufzuhalten, der die Welt mit seinen dunklen Kräften ins Chaos zu stürzen droht …

Klappentext

Die drei Länder Midland, Westland und D’Hara sind durch eine magische Barriere voneinander getrennt. Die Midlands werden von dem machtgierigen Zauberer und Herrscher von D’Hara, Darken Rahl, bedroht. Der Konfessorin Kahlan Amnell gelingt es mit Hilfe von Zauberern, die magische Grenze nach Westland zu überwinden. Dort soll sie den Zauberer erster Ordnung Zeddicus Z’ul Zorander aufsuchen, der ihr hoffentlich im Kampf gegen Darken Rahl beistehen wird. Denn laut einer Prophezeiung kann nur ein Sucher den bösen Zauberer aufhalten und dieser muss von einem Zauberer erster Ordnung ernannt werden. Dabei wird sie jedoch von vier Söldnern D’Haras verfolgt. Richard Cypher, der als Waldläufer die meiste Zeit in den Wäldern nahe der Grenze verbringt, begegnet ihr zufällig und hilft ihr, dem Quadron zu entkommen. Er ahnt dabei nicht, wer Kahlan in Wirklichkeit ist und was ihre Mission ist.

Die beiden gehen schließlich zu Zedd, der in Richards Augen bisher ein einfacher älterer und leicht verschrobener Freund war. Doch bald findet er heraus, dass Zedd der gesuchte Zauberer ist. Kahlan informiert Zedd über die verzweifelte Lage in den Midlands. Wer sich Darken Rahl widersetzt, wird umgebracht, das einfache Volk leidet Hunger. Darken Rahl strebt nach einem magischen Gegenstand großer Macht, um unbesiegbar zu werden und über alles Leben zu herrschen. Schließlich zeigt sich, dass Richard die Gabe zum Sucher hat. Zedd überreicht ihm das Schwert der Wahrheit, die Waffe des Suchers . Zusammen machen sie sich auf die lange Reise, um die Welt zu retten.

Weltkarte zu "Das Schwert der Wahrheit"
Quelle: PenguinRandomhouse

Meinung

„Das erste Gesetz der Magie“ ist ganz klassische High Fantasy. Es gibt einen Auserwählten, eine epische Queste, Freunde, die ihm zur Seite stehen und magische Gegenstände. Besonders gut gefallen hat mir das Magiesystem! Es gibt zum einen additive Magie, welche verstärkt was schon da ist. Zum Beispiel wird magisches Feuer durch Vermehrung der warmen Luft entzündet. Zum anderen gibt es auch subtraktive Magie, welche hier die „böse“ Seite der Magie einnimmt. Terry Goodkind hat einen stimmungsvoller Schreibstil, der nicht zu langatmig ist, sodass einem auf über tausend Seiten eigentlich nie langweilig wird. Der Spannungsaufbau ist ebenfalls grandios. Die Cliffhänger werden oft nicht direkt aufgelöst, sondern erst zwei, drei Kapitel später, weshalb man das Buch einfach nicht aus der Hand legen will.

Die Charaktere sind unglaublich authentisch, greifbar und haben Tiefgang. Sie sind nicht unfehlbar, sie zeigen Gefühle und sind auch mal überfordert mit der Situation. Richard war teilweise ziemlich naiv und Kahlan weinerlich, das wird im zweiten Teil aber schon deutlich besser. Außerdem sind diese Verhaltensweisen teilweise auch gerechtfertig, da die Protagonisten noch so jung sind und schon so viel Verantwortung tragen müssen. Ich muss zugeben, dass mich die Naivität teilweise schon gestört hat, allerdings wäre es auch unrealistisch, wenn ein Waldläufer, der noch nie etwas von der Welt gesehen hat, plötzlich der ideale Held wird.

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