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Mein Lesemonat Januar

7. Februar 2021

Insgesamt habe ich im Januar 8 Bücher gelesen

Davon sechs Bücher auf dem Kindle und zwei Taschenbücher, die ich ich mir im gleichen Monat gekauft hatte. Außerdem war der Januar ein richtiger Reihen-Monat! Eine konnte ich beenden und zwei beginnen und ebenfalls abschließen. Hörbücher waren diesen Monat allerdings gar nicht dabei. Aber jetzt kommen wir endlich zu den Büchern!

Mein Monats Flop

Mein Monats-Flop war Weihnachten in Cornwall von Mila Summers. Auf Goodreads habe ich das Buch mit nur zwei Sternen bewertet. Anfang Januar ist mir aufgefallen, dass ich es im letzten Jahr total versäumt hatte ein paar Weihnachtsbücher zu lesen, deshalb wollte ich es nun nachholen. Allerdings hat das Buch außer dem Titel und die Jahreszeit nicht viel mit Weihnachten zu tun.

Im Buch geht es um Amy, deren Leben gerade gar nicht nach Plan verläuft. Kurz vor Weihnachten wird sie dann auch noch in den Zwangsurlaub geschickt und um ihrem Leben ein bisschen zu entfliehen, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Tante nach Cornwall. Diese besitzt einen schnuckeligen Buchladen. Doch anstatt dort ein paar geruhsame Feiertage zu verbringen, verliebt sie sich in ein paar türkisblaue Augen und ein paar Geheimnisse werden enthüllt…

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Die Handlung war so konstruiert, dass der Leser von Anfang an genau wusste was passieren wird. Überraschungen oder Wendungen gab es nicht wirklich. Auch das Tempo fand ich nicht sehr gut gewählt, am Anfang schreitet die Geschichte und die Beziehung sehr langsam voran und gegen Ende wurde plötzlich der Turbogang eingelegt. Ich hätte mir ein besseres Mittelmaß gewünscht. Auch mit den Protagonisten wurde ich nicht so ganz warm, weshalb ich die Liebesbeziehung nicht richtig nachfühlen konnte.

Schön fand ich allerdings wie das Thema Freundschaft behandelt wurde und auch die Kleinstadt wurde sehr niedlich beschrieben. Die Nebencharaktere waren mein Highlight in diesem Buch.

Mein Monatshighlight

Meine beiden Highlights waren Der Report der Magd und Die Zeuginnen von Margaret Atwood. Um ehrlich zu sein habe ich zuerst die Serie gesehen. Und diese hat mich so unglaublich in den Bann gezogen, dass ich unbedingt die Bücher dazu lesen musste. Gesagt, getan. Gekauft, gelesen.

Der Report der Magd zeichnet eine dystopische Zukunft eines totalitären Staates, in dem Frauen keine Rechte haben. Sie werden in unterschiedliche Klassen eingeteilt: Gattinnen von Kommandanten, den männlichen Führungskräften Gileads, sind am höchsten gestellt, unter ihnen die Marthas als ihre Haushälterinnen und Mägde, deren einzige Aufgabe es ist, ihnen Kinder zu gebären. Unsere Protagonistin Desfred ist eine dieser Mägde, die in Beisein des gesamtes Hausstandes zeremoniell von ihrem Kommandanten vergewaltigt wird, bis sie ein Kind unter dem Herzen trägt.

Im zweiten Teil, die Zeuginnen, wird Gilead aus drei verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Er spielt in etwa 15 Jahre nach dem ersten Band. Eine der drei Frauen ist die altbekannte Tante Lydia, die nicht so überzeugt hinter Gilead steht, wie es im ersten Teil den Anschein hat. Die anderen beiden Frauen sind um einige Jahre jünger und leben in unterschiedlichen Welten. Da ist zum einen Agnes, die hochprivilegierte Kommandantentochter, die versucht ihrem Schicksal, einen alten Mann heiraten zu müssen, zu entgehen und außerdem erfährt, dass sie das Kind einer Magd ist. Auf der anderen Seite steht Daisy, die behütet in Kanada aufwächst, bis ihre vermeintlichen Eltern bei einem Bombenattentat ums Leben kommen. sie erfährt, dass diese Mitglieder der Widerstandsorganisation Mayday waren und das auch sie das Kind einer Magd ist. Die drei Frauen treffen in Gilead aufeinander und verfolgen den Plan, Gilead zu stürzen.

Im Gegensatz zum ersten Teil ist der zweite Band sehr actionreich und lässt keine Fragen offen. Mir hat er deshalb besser gefallen, auch wenn er literarisch anspruchsloser ist – darum geht es mir bei einem Roman aber auch nicht. Der Report der Magd war eine gedankenreiche Dystopie, bei der vieles im Verborgenen bleibt, der zweite Teil ein intelligenter Unterhaltungsroman. Und ich war sehr froh, dass die ganzen aufgeworfenen Fragen auch geklärt wurden! Man hat auch deutlich mehr über Gilead und seine Struktur erfahren. Außerdem hat mir der Mix der Perspektiven und Gedankengänge sehr gut gefallen.

Als ich den ersten Teil allerdings beendet hatte, war ich etwas verwirrt: Es war ein totaler Cliffhanger, der im zweiten Teil nicht einmal aufgegriffen wurde! Das lag aber daran. dass ich zuvor ja die Serie geschaut hatte. Und darin wird auch der Zeitraum zwischen den Büchern behandelt.

Die Angelussaga von Marah Woolf

Diese Reihe habe ich im Lesemonat Januar begonnen und beendet. Sie hat mir ebenfalls ziemlich gut gefallen, wobei der zweite Teil der Trilogie der Schwächste war, das ist aber nicht unüblich für dreiteilige Reihen. Die Geschichte spielt in einem dystopischen Venedig, in dem die Engel an der Macht sind und die Menschheit unterdrücken. Sie sind auf der Suche nach Schlüsselträgerinnen, die sie benötigen um das Tor zum Paradies wieder für sich zu öffnen. Dabei gehen sie brutal und unbarmherzig vor. Unsere Protagonistin Moon kämpft in der Arena, um für ihre beiden Geschwister sorgen zu können und muss regelmäßig sich selbst in Gefahr bringen, um ihre Geschwister schützen zu können.

Mehr will ich an dieser Stelle nicht über den Inhalt verraten, ansonsten spoiler ich nur. Aber eins kann ich euch sagen: Die Story war mitreißend und die Mythologie dahinter hat mir sehr gut gefallen. Und Luzifer ist absolutes Book-Boyfriend-Material.

Die letzten beiden Teile der Danny-Triologie von Jessica Koch

Der zweite Teil dem Abgrund so nah handelt von Dannys Kindheit, der dritte Teil Dem Ozean so nah behandelt Christinas Geschichte. Der erste Teil hat mir zwar gut gefallen, die Folgebände mochte ich allerdings nicht so sehr. Trotzdem sind sie nichts für schwache Nerven und behandeln erschreckende Themen

Insgesamt würde ich den Lesemonat Januar für mich als Erfolg verbuchen. Wie lief euer Lesemonat?

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